Ist konservative (bürgerliche) Politik sozial gerecht?
Da mir Sozialpolitik wichtig ist, habe ich mir länger Gedanken darüber gemacht. Für manche ist es unverständlich, manche Klugscheißer machen sich darüber lustig. Jedoch haben wir alle noch ein wenig dazuzulernen.
Die christliche Soziallehre, welche auch mein Wertefundament ist, hat die soziale Frage des 19ten Jahrhunderts behandelt. Arbeitnehmer wurden wie Tiere behandelt. Arbeitnehmer haben mehr gearbeitet als sie konnten und weniger verdient, als sie zum Überleben gebraucht haben. So hat die christliche Soziallehre versucht dieses Problem zu lösen.
Die Konservativen (Bürgerlichen) waren die ersten(!), die die soziale Marktwirtschaft ins Leben gerufen haben, auch wenn man das den Sozialdemokraten zuspricht. Der Gründer der sozialen Marktwirtschaft war der CDU Kanzler Ludwig Erhard.
Zurück zur Überschrift. Ja, diese ist erstmal ein wenig emotionslos und regt eher den Verstand an als das Bauchgefühl. Jedoch ändert es nichts daran, dass dieser Titel richtig ist. Der Wohlfahrtsstaat ist in Österreich so breit ausgebaut, dass wenn man nicht arbeiten WILL (!), man nicht arbeiten MUSS. . Das heißt wiederum, dass der Mittelstand, also die Erwerbstätigen dieses Wohlfahrtssystem im Gesamten finanzieren. Sie finanzieren diejenigen, die nichts leisten wollen, die Erwerbstätigen finanzieren aber auch diejenigen die nichts der Allgemeinheit zurückgeben. Zum Beispiel Konzerne, wo ein Wirtshaus mehr Steuern zahlt als ein Konzern.
Hier entsteht ein komplettes Ungleichgewicht, dennoch können wir es uns leisten. Bis 2050 wird sich unsere Anzahl an Erwerbstätigen nicht sonderlich vergrößern. Jedoch werden diejenigen, die sich aus dem System etwas herausnehmen werden, sich bis 2050 (Pensionen) verdreifachen (!). Jedem muss klar sein, dass dieses Sozialsystem, wo der Erwerbstätige, der seine Steuern nicht in Luxemburg abrechnen kann und zeitgleich für diejenigen sorgt, die nichts leisten wollen, keine Zukunft hat, weil es sich finanziell bei aller Macht und Ideologie nicht ausgehen wird.
Der Bürgerliche will einen starken Staat, aber einen der sich nicht über die Eigenverantwortung der Menschen selbst stellt. Konservative Politik bedeutet, dass es niedrigere Steuern für ALLE gibt, aber auch weniger Sozialsystem für ALLE. Der Konservative traut dem Menschen selbst zu, was er mit seinem Geld macht. Das heißt nicht, dass der Konservative unsozial ist, sonst hätte er die soziale Marktwirtschaft nicht ins Leben gerufen. . Der Bürgerliche kämpft für die Erhaltung des Gleichgewichtes und des Ausgleichs. Dass man heute von einem Gleichgewicht sprechen kann, mag man wohl bezweifeln. Wenn ein Kellner genauso viel Geld bekommt wie ein Mindestsicherungsbezieher, dann läuft etwas gewaltig schief. Wenn jeder brav Steuern zahlt, aber der Gierige seine in Luxemburg abrechnen kann, dann ist das ein Ungleichgewicht. Es zahlen diese Unverschämtheiten diejenigen, die jeden Tag arbeiten und dieses System aufrechterhalten.
Sozialisten haben Jahrzehnte bewiesen, dass sie dieses soziale ungerechte System mit aller Kraft aufrecht erhalten wollen und durch absurde Forderungen noch mehr befeuern.
JA, konservative Politik ist sozial gerecht!